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Krieg nicht unternommen und die Zerstorung
dieses Hauses nicht provoziert“, schrieb Dirks in den „Frankfurter Heften“. „Es hat seine Richtigkeit mit diesem Unter - gang. Deshalb soll man ihn anerkennen.“ Hesse hatte mit dem Hinweis auf die „Seelenwelt“ nachkommender Generationen dagegengehalten. Sie wurden, meinte er, ohne Not „eines unersetzlichen Erziehungs- und Starkungsmittels“, einer edlen „Substanz“ beraubt. Hesse und seine Mitstreiter obsiegten schlie?lich, Goethes Geburtshaus wurde bis 1951 wiederhergestellt. Wegweisend war das nicht: Zwar gab es Ausnahmen, etwa in Freiburg, Freudenstadt oder Munster (wo bald nach Kriegsende die barocken Giebelhauser am Prinzipalmarkt vereinfacht rekonstruiert wurden), aber in der Regel kamen die Erneuerer zum Zuge. Seltsame, machtige Koalitionen bildeten sich dabei. Zu jenen Architekten und Stadtplanern, die schon vor der Nazi-Zeit modern bauen wollten, stie?en Baumeister, die aus moralischen und politischen Grunden einen radikalen Bruch mit der Vergangenheit zwingend fanden. Und dazu gesellte sich noch eine gro?e Zahl an Architekten, die eng mit der Nazi-Diktatur verstrickt waren. Die zogen Aufbauplane aus ihren Schubladen, an denen sie bereits wahrend des Krieges gearbeitet hatten. Denn
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Снова светит солнце, снова светится душа, и пасмурно не будет больше никогда!!! |